Ovamboland

Das Ovamboland (auch: Owamboland, früher Amboland) ist die historische Bezeichnung für eine Landschaft in Namibia (dem früheren Südwestafrika) und Heimat des Volks der Ovambo. Der Begriff stammt aus der deutschen Kolonialzeit und der Zeit der südafrikanischen Besatzung, wird heute aber auch fast ausnahmslos von den Ovambo selbst sowie von allen anderen Ethnien Namibias verwendet.[1] Von 1968 bis 1990 war das Ovamboland ein Homelandnach südafrikanischem Vorbild, seit 1973 ein autonom verwaltetes Homeland mit etwa 239.000 Einwohnern.

Der Veterinärzaun von Namibia, welcher, in landwirtschaftlicher Hinsicht, den Norden des Landes vom Süden trennt, um im Norden verbreitete Tierkrankheiten zurückzuhalten, wird oft als die Südgrenze des Ovambolandes betrachtet. Die im südlichen Ovamboland und an der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung gelegene Stadt Oshivelo gilt heute als „Tor zum Ovamboland“

Ein besonderes landschaftliches Merkmal des Ovambolandes ist die große Zahl der dort wachsenden Makalani-Palmen (Hyphaene petersiana). Außerdem stellt die größtenteils noch kommunale Landnutzung ohne eingezäunte Farmen bzw. Weiden einen starken Kontrast zum übrigen Namibia dar