Tag 13
Nach dem Frühstück werden wir von unseren lokalen Guides aus Botswana abgeholt und unternehmen eine kurze Fahrt zur Mokoro-Station. Von dort gleiten wir in traditionellen, ausgehöhlten Einbaum-Kanus durch die dichte Vegetation des Okavango-Deltas und entdecken dabei eine faszinierende Vielfalt an Vögeln und Wildtieren. Anders als andere Flussdeltas mündet das Okavango-Delta nicht ins Meer, sondern versickert in der Kalahari-Wüste. Nach diesem eindrucksvollen Naturerlebnis machen wir uns auf den Weg zur Camelthorn Bush Camp, die auf einer privaten Konzession in der Region Greater Moremi liegt. Nach dem Einchecken genießen wir ein Abendessen und brechen zu einer nächtlichen Pirschfahrt auf – eine besondere Gelegenheit, nachtaktive Tiere zu beobachten, die man tagsüber nur selten zu Gesicht bekommt.
Distanz: 100 km
Tag 14
Heute haben wir die Gelegenheit, den Tag ganz der Tierbeobachtung zu widmen. In einem offenen 4×4-Geländewagen erkunden wir das Moremi-Wildreservat bei Pirschfahrten am Morgen und am Nachmittag – stets in der Hoffnung, die vielfältige Tierwelt dieser Region zu entdecken. Dieses weitläufige Gebiet ist bekannt für seine hohe Konzentration an Wildtieren, und es ist nicht ungewöhnlich, auf nur einer Fahrt zahlreiche verschiedene Arten zu sehen. Die Tierbeobachtung richtet sich nach den Jahreszeiten: Je nach Reisezeitraum können unterschiedliche Tierarten in verschiedenen Bereichen des Reservats gesichtet werden. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist das Ende der Trockenzeit bzw. der Frühling – von August bis November. In dieser Zeit kann es vorkommen, dass wir längere Fahrten unternehmen, da sich viele Tiere näher an die Flüsse begeben. In den Sommermonaten hingegen begeistert die Region mit einer Vielzahl an Vogelarten, darunter auch zahlreiche Wildvögel und Greifvögel.
Distanz: 150 km
Moremi Game Reserve
Das Moremi Tierschutzgebiet liegt im Okavango Delta und bietet wegen seines Tierreichtums und seiner beeindruckenden Landschaften ausgezeichnete Gelegenheit zu Tierbeobachtungen und Erlebnissen. Es ist etwa 1800 qkm groß und nicht von einem Zaun umgeben. Das Gelände ist völlig flach, nur einige „Bauminseln“ erheben sich ein ganz klein wenig höher aus den Ebenen. Schilf- und mit Papyrus bewachsene Flussläufe und Kanäle durchziehen das Land. Die Anwesenheit von Tieren hängt von den jahreszeitlichen Wanderungen und derVerfügbarkeit von Wasser und Nahrung ab. In der Trockenzeit bewegen sich die Tiere aus dem Hinterland, selbst wenn das Nahrungsangebot noch ausreichend ist, näher zum Oberflächenwasser am Chobe und am Okavango. Je länger die Trockenzeit dauert, desto mehr Tiere versammeln sich in der Nähe von Wasser. Sobald aber die Regenzeit beginnt und wieder Regen fällt und das erste Grün sprießt, verteilen sich die Tiere wieder großflächiger in entferntere Weidegebiete, in denen sich Wasser in natürlichen Vertiefungen, die man „pans“ nennt, gesammelt hat.
Da das Okavango Delta so riesig ist und Wasser reichlich vorhanden ist, leben die Tiere über ein großes Gebiet verstreut. Eine Konzentration von Wild gibt es auf dem Chief’s Island, einer Landzunge, die in etwa 120 km Entfernung von Maun, tief ins Delta hinein ragt zwischen den beiden größten Flüssen des Deltas, dem Boro und dem Santantadibe. Auf der Insel selbst sind keine Camps und keine menschlichen Ansiedlungen erlaubt. Wenn man auf eine Landkarte von Botswana schaut, kommt einem Chief`s Island ziemlich klein vor. Das täuscht aber, denn die „Insel“ ist immerhin etwa 100 km lang und 15 km breit.