Spektakuläre Natur und kulturelle Vielfalt
La Réunion ist ein außergewöhnliches Reiseziel im Indischen Ozean. Vulkane, zerklüftete Bergwelten, spektakuläre Talkessel, Wasserfälle, tropische Wälder, weiße und schwarze Strände sowie eine kulturell vielfältige Bevölkerung machen die französische Insel zu einem der abwechslungsreichsten Reiseziele der Region.
Seit etwa drei Millionen Jahren formen vulkanische und sedimentäre Prozesse die Landschaft der Insel. Mehr als 40 Prozent der Fläche La Réunions gehören seit dem 1. September 2010 zum UNESCO-Weltnaturerbe.
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Das geschützte Gebiet umfasst große Teile der eindrucksvollen Berg- und Vulkanlandschaften der Insel. Felsige Gipfel, tiefe Schluchten, Flüsse, Wasserfälle, ursprüngliche Wälder und die berühmten Talkessel prägen das Landschaftsbild.
Besonders gut lässt sich La Réunion mit einem Mietwagen erkunden. Auf diese Weise können Naturerlebnisse, Wanderungen, Strände, Dörfer und kulturelle Sehenswürdigkeiten flexibel miteinander kombiniert werden.
Spektakuläre Natur und kulturelle Vielfalt
La Réunion ist ein außergewöhnliches Reiseziel im Indischen Ozean. Vulkane, zerklüftete Bergwelten, spektakuläre Talkessel, Wasserfälle, tropische Wälder, weiße und schwarze Strände sowie eine kulturell vielfältige Bevölkerung machen die französische Insel zu einem der abwechslungsreichsten Reiseziele der Region.
Seit etwa drei Millionen Jahren formen vulkanische und sedimentäre Prozesse die Landschaft der Insel. Mehr als 40 Prozent der Fläche La Réunions gehören seit dem 1. September 2010 zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Das geschützte Gebiet umfasst große Teile der eindrucksvollen Berg- und Vulkanlandschaften der Insel. Felsige Gipfel, tiefe Schluchten, Flüsse, Wasserfälle, ursprüngliche Wälder und die berühmten Talkessel prägen das Landschaftsbild.
Besonders gut lässt sich La Réunion mit einem Mietwagen erkunden. Auf diese Weise können Naturerlebnisse, Wanderungen, Strände, Dörfer und kulturelle Sehenswürdigkeiten flexibel miteinander kombiniert werden.
Kulturelle Vielfalt auf La Réunion
Bis zur Kolonialisierung durch Frankreich war La Réunion unbewohnt.
Die heutige Bevölkerung geht deshalb auf unterschiedliche Einwanderungsbewegungen zurück. Weiße Siedler brachten während der Kolonialzeit versklavte Menschen aus Madagaskar und Ostafrika auf die Insel, die vor allem auf Zuckerrohr- und Vanilleplantagen arbeiten mussten.
Mit der Abschaffung der Sklaverei erhielten 1848 etwa 60.000 versklavte Menschen ihre Freiheit.
Anschließend wurden Arbeitskräfte aus Indien angeworben, insbesondere aus der südindischen Region Tamil Nadu. Im 19. Jahrhundert kamen zusätzlich chinesische Einwanderer sowie sunnitische Muslime aus Gujarat nach La Réunion.
Aus diesen unterschiedlichen Herkunftskulturen entwickelte sich eine vielfältige kreolische Gesellschaft.
Traditionell werden verschiedene Bevölkerungsgruppen unter anderem mit folgenden Bezeichnungen beschrieben:
- Cafres – Nachkommen versklavter Menschen und Arbeiter aus Afrika und Madagaskar
- Malbars – Nachfahren südindischer Arbeiter, häufig tamilische Hindus
- Zarabs – Nachkommen muslimischer Inder
- Petits Blancs des Hauts beziehungsweise Yab – Nachfahren weißer Siedler mit niedrigerem gesellschaftlichem Status
- Chinois – Nachkommen chinesischer Einwanderer
- Gros Blancs – Nachfahren wohlhabender Großgrundbesitzer
- Zoreys beziehungsweise Zoreilles – aus dem französischen Mutterland eingewanderte Franzosen
Die Bezeichnung „Zoreys“ wird mit dem Ausdruck „durs d’oreille“, also „schwerhörig“, in Verbindung gebracht und spielt darauf an, dass neu zugewanderte Festlandfranzosen die kreolische Sprache häufig nicht verstehen.
Durch die Vermischung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen entwickelte sich die sogenannte Métissage, die für die kulturelle Identität und das Zusammenleben auf der Insel eine wichtige Rolle spielt.
Viele Bewohner verstehen sich heute stolz als Kreolen.
Französisch ist die offizielle Amtssprache. Daneben spricht ein großer Teil der Bevölkerung Réunion-Kreolisch.
Anreise und Fortbewegung auf La Réunion
La Réunion ist ein französisches Übersee-Département und gehört zur Europäischen Union.
Für entsprechende Reisende aus der EU ist daher kein klassisches Visum für die Einreise erforderlich.
Im Norden der Insel liegt die Hauptstadt Saint-Denis mit dem internationalen Flughafen.
Direktflüge ab Frankreich, insbesondere ab Paris, sind häufig eine interessante Möglichkeit für die Anreise. Da es sich aus französischer Sicht um eine Inlandsverbindung handelt, können sich je nach Flugangebot Preisvorteile ergeben.
Die Flugzeit beträgt ungefähr elf Stunden.
Die Zeitverschiebung zu Mitteleuropa ist vergleichsweise gering und beträgt je nach Jahreszeit ungefähr zwei Stunden. Ein ausgeprägter Jetlag ist deshalb für viele Reisende weniger problematisch als bei anderen Fernreisezielen.
Auf der Insel selbst ist ein Mietwagen eine besonders praktische Möglichkeit, die unterschiedlichen Regionen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Wandern auf La Réunion
La Réunion gehört zu den großen Wanderzielen im Indischen Ozean.
Vulkanlandschaften, ursprüngliche Wälder, schmale Bergpfade, tiefe Täler und spektakuläre Aussichtspunkte bieten eine enorme Auswahl an Wanderungen.
Zu den wichtigsten Naturzielen gehören:
- Piton de la Fournaise
- Piton des Neiges
- Plaine des Sables
- Cirque de Mafate
- Cirque de Cilaos
- Cirque de Salazie
- Piton Maïdo
- Piton de l’Eau
- Trou de Fer
- Takamaka
- Grand Brûlé
Piton de la Fournaise – der aktive Vulkan
Der Piton de la Fournaise gehört zu den absoluten Höhepunkten La Réunions.
Der etwa 2.630 Meter hohe Vulkan zählt zu den aktivsten Vulkanen der Welt und bricht regelmäßig aus.
Glühende Lavaströme können sich dabei durch die Landschaft bis in Richtung Indischer Ozean bewegen. Solche Ausbrüche ziehen zahlreiche Besucher an, die das Naturschauspiel aus sicherer Entfernung beobachten.
Für die Menschen auf La Réunion ist der Vulkan trotz seiner Aktivität ein vertrauter Bestandteil der Landschaft.
Die Umgebung eignet sich für:
- Wanderungen
- Picknicks
- Landschaftsfotografie
- Vulkanbeobachtung
In ruhigen und entsprechend freigegebenen Phasen kann auch die Caldera erkundet werden.
Eine Wanderung in Richtung Krater führt durch faszinierende Vulkanlandschaften und nimmt für Auf- und Abstieg ungefähr vier bis sechs Stunden in Anspruch.
Festes Schuhwerk ist unverzichtbar.
Zusätzlich sollten je nach Jahreszeit und Wetter warme Kleidung, Sonnenschutz und ausreichend Wasser mitgenommen werden.
Plaine des Sables – Landschaft wie auf einem anderen Planeten
Auf der Fahrt zum Piton de la Fournaise verändert sich die Landschaft immer wieder.
Nach grüneren Weidegebieten führt die Strecke unter anderem am Nez de Boeuf und am Commerson-Krater vorbei.
Schließlich erreicht man die Plaine des Sables.
Die karge Hochfläche mit ihren rotbraunen und dunklen Felsen erinnert an eine Mond- oder Marslandschaft.
Steile Felswände begrenzen die Ebene und verleihen ihr einen besonders dramatischen Charakter.
Die Plaine des Sables gehört zu den eindrucksvollsten Landschaftsmotiven der Insel und wird auch bei Wanderungen zum Piton de la Fournaise durchquert.
Grand Brûlé – erstarrte Lava an der Ostküste
Besonders eindrucksvoll ist die Region Grand Brûlé.
Hier haben erkaltete Lavaströme vergangener Ausbrüche großflächige dunkle Landschaften geschaffen.
Die Region zeigt besonders deutlich, wie stark der Piton de la Fournaise die Insel bis heute verändert.
Notre-Dame-des-Laves in Sainte-Rose
Am Fuß des Vulkans liegt die Gemeinde Sainte-Rose.
Im April 1977 wurde der Ortsteil Piton bei einem Vulkanausbruch teilweise von Lava verschüttet.
Die heißen Lavaströme drohten auch eine kleine Kirche zu zerstören. Kurz vor dem Gebäude teilte sich der Lavastrom jedoch und floss auf beiden Seiten daran vorbei.
Die Kirche blieb unversehrt.
Seitdem trägt sie den Namen Notre-Dame-des-Laves und wurde zu einer bekannten Pilgerstätte und Sehenswürdigkeit.
Takamaka-Wasserfälle
Zu den eindrucksvollsten Wasserfalllandschaften La Réunions gehört Takamaka am Rand von Saint-Benoît im Osten der Insel.
Unterhalb der üppig bewachsenen Landschaft liegen die Überreste des ehemaligen Cirque de Bébour.
Tiefe Schluchten des Marsouins-Flusses, steile Felswände und zahlreiche Wasserfälle durchziehen den dichten, feuchten Wald.
Die Kombination aus tropischer Vegetation und dramatischen Felsformationen macht Takamaka zu einem der landschaftlich spektakulärsten Gebiete im Osten La Réunions.
Trou de Fer
Der Trou de Fer ist eine der außergewöhnlichsten Schluchten der Insel.
Vom Bereich der Bélouve-Lodge führt ein Wanderweg durch Farne, Wälder und Tamarinden in Richtung Trou de Fer.
Das Gebiet ist durch seine tiefe, schwer zugängliche Schlucht und spektakuläre Wasserfälle geprägt.
Die eigentlichen tiefen Schluchtbereiche sind nur für entsprechend ausgerüstete und erfahrene Abenteurer durch Abseilen und Klettern zugänglich.
Eine weitere Möglichkeit, die Dimension des Trou de Fer zu erleben, bietet ein Hubschrauberflug.
Gerade aus der Luft wird deutlich, wie tief sich Wasser und Erosion in die vulkanische Landschaft eingeschnitten haben.
Piton des Neiges
Der Piton des Neiges ist ein erloschener Vulkan und bildet einen der zentralen Punkte der Berglandschaft La Réunions.
Rund um das Bergmassiv liegen die drei berühmten Talkessel:
- Mafate
- Cilaos
- Salazie
Aus der Luft erinnert ihre Anordnung an ein dreiblättriges Kleeblatt.
Der Piton des Neiges gehört zu den wichtigsten Zielen für ambitionierte Wanderer und bietet bei guten Bedingungen spektakuläre Ausblicke über die Insel.
Piton de l’Eau – der Kratersee
Zwischen Plaine des Palmistes und Plaine des Cafres befindet sich der Piton de l’Eau.
Der Krater entstand während einer frühen Phase der vulkanischen Aktivität des Piton de la Fournaise.
Heute befindet sich dort der einzige Kratersee La Réunions.
Die Landschaft rund um den See bietet eine vielfältige Flora und Fauna.
Bei klarer Sicht ist sogar ein Blick auf den Piton des Neiges möglich.
Piton Maïdo – einer der schönsten Aussichtspunkte
Der Piton Maïdo gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten der Insel.
Er liegt auf ungefähr 2.190 Metern Höhe und ist mit dem Auto über eine kurvenreiche Straße erreichbar.
Die Route führt durch Tamarindenwälder, in denen zahlreiche Picknickplätze liegen.
Vom Aussichtspunkt eröffnet sich ein spektakulärer Panoramablick.
Auf der einen Seite sind die Strände der Westküste zu sehen, auf der anderen Seite liegt der gewaltige Cirque de Mafate.
Vom Maïdo aus starten außerdem Wanderungen:
- in den Cirque de Mafate
- zum Grand Bénare, dem dritthöchsten Gipfel der Insel
Cirque de Mafate – abgeschiedenes Wanderparadies
Der Cirque de Mafate ist der abgeschiedenste der drei großen Talkessel.
Er ist weder über eine normale Straße noch mit dem Auto erreichbar.
Zugangsmöglichkeiten bestehen nur zu Fuß oder per Hubschrauber.
Gerade diese Abgeschiedenheit hat Mafate zu einem der bekanntesten Wandergebiete der Insel gemacht.
Etwa 180 Kilometer markierte Wanderwege führen durch eine Landschaft aus:
- Schluchten
- Wasserfällen
- Wäldern
- Felsformationen
- abgelegenen Siedlungen
Während der Zeit der Sklaverei diente das schwer zugängliche Gebiet entlaufenen versklavten Menschen als Zufluchtsort.
Ihre Nachfahren leben teilweise bis heute auf kleinen Hochflächen, den sogenannten îlets, und bezeichnen sich als Mafatais.
Der größte Ort ist La Nouvelle.
Zu den wichtigen Ausgangspunkten für Wanderungen gehören:
- Rivière des Galets
- Maïdo
- Dos-d’Âne
- Taïbit
- Col des Bœufs
Cap Noir
Der Aussichtspunkt Cap Noir gehört ebenfalls zu den lohnenden Naturzielen.
Von hier eröffnen sich eindrucksvolle Blicke auf die zerklüftete Berg- und Schluchtenlandschaft im Bereich von Mafate.
Cirque de Cilaos
Der Cirque de Cilaos besitzt eine völlig andere Atmosphäre.
Zerklüftete Berge, hohe Felswände und kleine Ortschaften prägen das Landschaftsbild.
Zu den markanten Gipfeln gehören:
- Morne de Gueule Rouge
- Bonnet de Prêtre
- Piton de Sucre
Cilaos ist außerdem für lokale Spezialitäten bekannt.
Besonders typisch sind:
- Linsen
- Wein
- traditionelle Stickereien
Die Region besitzt zudem Quellen, denen traditionell eine wohltuende Wirkung zugeschrieben wird.
Wanderer können Cilaos unter anderem über den Col du Taïbit oder auf Routen in Richtung Piton des Neiges erreichen.
Mit dem Auto führt die berühmte Straße der 400 Kurven in den Talkessel.
Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke.
Cirque de Salazie
Der Cirque de Salazie ist besonders grün und wasserreich.
Üppige Vegetation, steile Bergflanken und zahlreiche Wasserfälle prägen die Landschaft.
Zu den bekannten Wasserfällen gehören:
- Le Voile de la Mariée
- Les Trois Cascades
Zahlreiche Wanderwege führen durch die Region.
Ein Spaziergang durch den Sicheltannenwald und ein Besuch des Aussichtspunkts Terre Plate bieten weitere Eindrücke der Landschaft.
Hell-Bourg – kreolischer Charme
Im Herzen von Salazie liegt Hell-Bourg.
Das Dorf wurde als eines der „Plus Beaux Villages de France“, der schönsten Dörfer Frankreichs, ausgezeichnet.
Hell-Bourg wurde früher insbesondere wegen seines milden Klimas und seiner Thermalquellen bekannt.
Die heißen Quellen wurden 1832 entdeckt und ab 1852 öffentlich genutzt.
Historische kreolische Häuser und traditionelle Gebäude säumen die Straßen.
Das Dorf eignet sich hervorragend für ruhige Spaziergänge und vermittelt einen besonders guten Eindruck von der historischen Architektur und dem kreolischen Charakter La Réunions.
Parc National de La Réunion
Der Parc National de La Réunion schützt große Teile der außergewöhnlichen Landschaften der Insel.
Mit einer Fläche von mehr als 100.000 Hektar umfasst er ungefähr 42 Prozent der gesamten Insel.
Geschützt werden zahlreiche einzigartige Lebensräume sowie eine Vielzahl teilweise seltener Tier- und Pflanzenarten.
Zu den besonderen Naturgebieten gehört auch der ursprüngliche Wald Mare Longue.
Primärwald Mare Longue
Der Mare-Longue-Wald gehört zu den ursprünglichen Waldlandschaften der Insel.
Die dichte tropische Vegetation vermittelt einen Eindruck davon, wie große Teile La Réunions vor der intensiveren Besiedlung ausgesehen haben.
Der Wald gehört zu den wichtigen Lebensräumen für endemische Pflanzen und Tiere.
Botanischer Garten Mascarin
Auf den Höhen oberhalb der Bucht von Saint-Leu liegt der botanische Garten Mascarin.
Das Gelände gehörte früher zum Anwesen des Marquis de Chateauvieux.
Heute widmet sich die Anlage insbesondere dem Schutz seltener und gefährdeter Pflanzenarten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Pflanzen, die auf La Réunion heimisch oder endemisch sind.
Die Kombination aus botanischen Sammlungen und der landschaftlich reizvollen Lage macht Mascarin zu einem interessanten Ziel für Naturfreunde.
Jardin des Parfums et des Épices
Ein weiterer botanischer Höhepunkt ist der Jardin des Parfums et des Épices.
Der private Garten wurde auf einem etwa 800 Jahre alten Lavastrom angelegt und ist seit 1989 für Besucher geöffnet.
Hier wachsen unter anderem:
- Orchideen
- Ylang-Ylang
- Palmen
- Gewürzpflanzen
- Vanille
Mit etwas Glück lässt sich sogar ein Chamäleon beobachten.
Zuckerrohr, Rum und Bourbon-Vanille
Zuckerrohr und Vanille gehören eng zur Geschichte La Réunions.
Ein Besuch einer Zuckerrohrplantage vermittelt Einblicke in einen wichtigen Teil der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vergangenheit der Insel.
Auch Rum gehört fest zur kreolischen Kultur.
Eine weitere Spezialität ist die berühmte Bourbon-Vanille.
Die ersten Vanillepflanzen gelangten zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf die Insel.
Über lange Zeit gehörte La Réunion zu den wichtigsten Vanilleexporteuren der Welt.
Bis heute verbindet der Vanilleanbau traditionelle Erfahrung mit aufwendiger Handarbeit.
Kélonia – Meeresschildkröten in Saint-Leu
Für Familien und Tierfreunde ist Kélonia in Saint-Leu eine interessante Sehenswürdigkeit.
Das wissenschaftliche Zentrum beschäftigt sich mit dem Schutz und der Fortpflanzung gefährdeter Meeresschildkrötenarten des Indischen Ozeans.
Besucher erfahren mehr über die Tiere, ihre Lebensräume und die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.
Mit etwas Glück lassen sich auch junge Schildkröten beobachten.
Wale und Delfine beobachten
Die Gewässer rund um La Réunion gehören zu den interessanten Regionen für die Beobachtung von Meeressäugern.
Besonders eindrucksvoll sind Buckelwale, die saisonal rund um die Insel beobachtet werden können.
Delfine sind dagegen ganzjährig anzutreffen.
Wer eine Wal- oder Delfinbeobachtungstour unternimmt, sollte auf das Label O²CR – Observation Certifiée Responsable des Cétacés à La Réunion achten.
Es kennzeichnet Anbieter, die Wert auf eine möglichst verantwortungsvolle und störungsarme Beobachtung der Tiere legen.
Street Art in Saint-Denis und anderen Orten
La Réunion bietet neben Natur und historischen Sehenswürdigkeiten auch eine interessante Street-Art-Szene.
Besonders in Saint-Denis, aber auch in anderen Orten, sind zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum zu entdecken.
Teilweise werden Künstler sogar von öffentlichen Stellen mit der Gestaltung von Gebäuden und Flächen beauftragt.
Besonders bekannt ist die kleine Figur Gouzou des Künstlers Jace.
Sie taucht an unterschiedlichsten und teilweise überraschenden Orten der Insel auf.
Grande Anse und Petite-Île
Im Süden der Insel liegen Petite-Île und Grande Anse.
Der Strand von Grande Anse ist von weißem Sand und Kokospalmen geprägt und gehört zu den bekanntesten Strandlandschaften im Süden La Réunions.
Er gilt als einer der südlichsten weißen Sandstrände Frankreichs.
Die Landschaft verbindet tropische Vegetation mit der wilden Küste des Indischen Ozeans.
Strände auf La Réunion
Neben Vulkantouren, Wanderungen, Rafting und anderen Outdoor-Aktivitäten bietet La Réunion zahlreiche Strände.
Sowohl schwarzer als auch weißer Sand ist auf der Insel zu finden.
Mit einem Mietwagen lässt sich die Küste hervorragend erkunden.
Zu den Stränden mit abgesicherten Badebereichen gehören:
- L’Etang-Salé
- Saint-Pierre
- Boucan Canot
- L’Ermitage
- La Saline
- Roches Noires
- Saint-Leu
Geschützte Natursteinbecken finden sich unter anderem bei:
- Saint-Philippe
- Grand Bois
- Grande Anse
- Manapany
Wer schwarzen Sand erleben möchte, findet beispielsweise am L’Etang-Salé an der Südwestküste eine besonders markante Strandlandschaft.
Je nach Küstenabschnitt können stärkere Strömungen und hoher Wellengang auftreten.
Deshalb sollten ausschließlich dafür freigegebene Bereiche zum Baden genutzt werden.
Wassersport auf La Réunion
La Réunion bietet zahlreiche Möglichkeiten für aktive Urlauber.
Dazu gehören unter anderem:
- Tauchen
- Rafting
- Surfen
- Stand-up-Paddling
- Wandern
- weitere Wassersportarten
Dadurch lässt sich ein Urlaub sehr gut aus aktiven Erlebnissen und entspannten Strandtagen zusammensetzen.
Unterwasserschutzgebiet und Tauchen
Seit 2007 besteht vor einem Teil der Küste ein ungefähr 25 km² großes Meeresschutzgebiet.
Das Schutzgebiet ist in unterschiedliche Zonen gegliedert:
- allgemeine Schutzzone
- verstärkte Schutzzone
- integrale Schutzzone
Aktivitäten wie Tauchen und Angeln unterliegen dort teilweise strengen Regeln.
In der integralen Schutzzone sind menschliche Aktivitäten grundsätzlich untersagt, damit sich empfindliche Korallenriffe möglichst ungestört regenerieren können.
Erfahrene Taucher können an der Westküste außerdem Schiffswracks erkunden oder Strömungstauchgänge in Richtung der Grottes Mystérieuses unternehmen.
Zyklone und Sicherheit
Neben Vulkanismus prägen auch tropische Stürme die Natur La Réunions.
Die Zyklonsaison liegt üblicherweise zwischen Dezember und April.
Die Insel verfügt über ein zuverlässiges Warnsystem.
Bei entsprechenden Wetterlagen sollten Reisende Radio- und Behördenmeldungen aufmerksam verfolgen und die Sicherheitsanweisungen beachten.
Es gibt drei wichtige Alarmstufen:
- vigilance cyclonique
- alerte orange
- alerte rouge
Bei alerte orange sollten keine Ausflüge in die Bergregionen oder aufs Meer unternommen werden.
Bei alerte rouge gilt zusätzlich ein Ausgangsverbot.
La Réunion mit dem Mietwagen entdecken
Für viele Reisende ist eine Mietwagenrundreise die beste Möglichkeit, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Insel zu verbinden.
Innerhalb relativ kurzer Distanzen wechseln sich völlig unterschiedliche Landschaften ab:
- tropische Küsten
- Hochplateaus
- Vulkanlandschaften
- Regenwälder
- Bergdörfer
- Wasserfälle
- Strände
Auf diese Weise lassen sich beispielsweise morgens Wanderungen in den Bergen und später entspannte Stunden an der Küste miteinander verbinden.
Die wichtigsten Highlights auf La Réunion auf einen Blick
Wer zum ersten Mal auf die Insel reist, sollte insbesondere folgende Ziele berücksichtigen:
- Takamaka-Wasserfälle – wilde Schluchten und tropischer Regenwald im Osten
- Piton de la Fournaise – einer der aktivsten Vulkane der Welt
- Plaine des Sables – bizarre rotbraune Vulkanlandschaft
- Hell-Bourg – historisches kreolisches Dorf im Cirque de Salazie
- Trou de Fer – spektakuläre Schlucht mit Wasserfällen
- Cirque de Mafate – abgeschiedenes Wanderparadies
- Cirque de Cilaos – Berglandschaft, Dörfer, Linsen, Wein und Stickereien
- Botanischer Garten Mascarin – seltene und endemische Pflanzen
- Kélonia – Zentrum für Meeresschildkröten in Saint-Leu
- Petite-Île und Grande Anse – tropische Küstenlandschaft mit weißem Sand
Darüber hinaus gehören der Piton des Neiges, Piton Maïdo, Piton de l’Eau, Grand Brûlé, Notre-Dame-des-Laves, Mare Longue, der Jardin des Parfums et des Épices sowie die zahlreichen Strände und Aussichtspunkte zu den Sehenswürdigkeiten, die eine Rundreise besonders abwechslungsreich machen.
La Réunion verbindet Natur, Kultur und Abenteuer
La Réunion ist weit mehr als eine klassische tropische Insel.
Aktive Vulkane, tiefe Talkessel, spektakuläre Wasserfälle, ursprüngliche Wälder und abwechslungsreiche Küsten schaffen auf vergleichsweise kleiner Fläche eine enorme landschaftliche Vielfalt.
Hinzu kommen eine besondere kreolische Kultur, historische Dörfer, Zuckerrohr und Bourbon-Vanille, Street Art, botanische Gärten und persönliche Begegnungen mit den Menschen der Insel.
Ob Sie auf den Piton de la Fournaise wandern, vom Maïdo in den Cirque de Mafate blicken, durch Hell-Bourg spazieren, Wale beobachten, im De-facto-Regenwald von Takamaka unterwegs sind oder an einem der Strände entspannen – La Réunion bietet Natur- und Kulturerlebnisse, die sich hervorragend zu einer individuellen Mietwagenreise verbinden lassen.