Baobab-Allee auf Madagaskar

Sehenswürdigkeit in Madagaskar

Das Naturwunder der Westküste

Die Baobab-Allee, auch Avenue des Baobabs genannt, gehört zu den bekanntesten Naturwundern Madagaskars und ist eines der berühmtesten Wahrzeichen der Insel. Die eindrucksvollen Affenbrotbäume prägen Bildbände, Urlaubsalben und Reisefotografien und zählen zu den großen Highlights einer Reise durch den Westen Madagaskars.

Die mächtigen Stämme der Baobabs ragen in Flaschenhals- oder säulenartiger Form in den Himmel. Ihre knorrigen, stark verzweigten Kronen erinnern im unbelaubten Zustand an ein umgedrehtes Wurzelsystem oder an Kraken mit weit ausgreifenden Armen. Genau diese ungewöhnliche Erscheinung hat ihnen den Ruf eingebracht, wie „umgedrehte Bäume“ auszusehen.

Was macht die Baobab-Allee so besonders?

Die Baobab-Allee erstreckt sich über etwa 260 Meter entlang einer Sand- und Lateritpiste. Rund 20 bis 25 gewaltige Baobabs stehen hier in einer außergewöhnlich dichten Formation, umgeben von offenen Wiesen und der weiten Landschaft der madagassischen Westküste. Nirgendwo sonst auf Madagaskar sind Baobabs in einer vergleichbaren Konzentration und Anordnung zu finden.

Bei den Bäumen handelt es sich um Adansonia grandidieri. Manche Exemplare erreichen eine Höhe von mehr als 30 Metern und sind über 800 Jahre alt.

Die auffällige Baumreihe wurde nicht künstlich angelegt und ist auch kein Ergebnis einer gezielten Straßenplanung. Sie ist vielmehr ein Überrest eines ehemals ausgedehnten Waldes. Während große Teile des umliegenden Waldes für landwirtschaftliche Flächen gerodet wurden, blieben die mächtigen Baobabs erhalten. Heute stehen sie wie eindrucksvolle Zeugen einer früheren Landschaft inmitten der offenen Umgebung.

Auch andere verstreute Baobab-Bestände entlang der Westküste erinnern an die ursprünglich wesentlich stärker bewaldete Landschaft.

Wo liegt die Baobab-Allee?

Die Baobab-Allee befindet sich rund 20 Kilometer nordöstlich von Morondava an Madagaskars Westküste. Von Morondava aus dauert die Fahrt mit dem Auto ungefähr 45 Minuten in Richtung Belo sur Tsiribihina.

Die Allee ist über eine Piste erreichbar und liegt auf einer häufig genutzten Reiseroute in Richtung Tsingy de Bemaraha. Viele Reisende besuchen sie daher im Rahmen einer Westtour von Morondava nach Bekopaka oder verbinden den Besuch mit einer Reise zu den berühmten Tsingys.

Der perfekte Zeitpunkt für einen Besuch

Besonders bekannt ist die Baobab-Allee für ihre Sonnenuntergänge. Wenn die tief stehende Sonne die mächtigen Stämme und Kronen in goldene und rötliche Farben taucht, entstehen eindrucksvolle Silhouetten und eines der bekanntesten Fotomotive Madagaskars.

Auch der frühe Morgen bietet eine besondere Atmosphäre. Zu dieser Tageszeit sind meist weniger Besucher unterwegs, sodass sich die Landschaft ruhiger erleben lässt.

Für Fotografien eignen sich außerdem der frühe oder spätere Nachmittag. Das Licht ist dann weicher, während die Temperaturen meist angenehmer sind als während der heißesten Stunden des Tages.

Tipps für den Besuch der Baobab-Allee

Für Landschaftsaufnahmen und Bilder der gesamten Baumreihe eignet sich ein Weitwinkelobjektiv besonders gut.

Beim Besuch sollte darauf geachtet werden, die empfindliche Umgebung der Bäume zu respektieren. Die Wurzeln sollten möglichst nicht betreten und die Bäume nicht beklettert werden.

Der Besuch der Baobab-Allee ist frei. Vor Ort bieten lokale Guides gegen eine kleine Vergütung Führungen und zusätzliche Informationen zu den Bäumen, ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung an.

Was ist das Besondere an einem Baobab?

Der Baobab fällt nicht nur durch seine außergewöhnliche Form auf. Auch seine Fähigkeit, Wasser zu speichern, und die vielseitige traditionelle Nutzung seiner Bestandteile machen ihn zu einem besonderen Baum.

Der dicke Stamm dient als natürlicher Wasserspeicher. In Regionen, in denen Elefanten vorkommen, können die Tiere die Rinde mit ihren Stoßzähnen aufbrechen, um an die im Inneren gespeicherte Flüssigkeit zu gelangen.

Baobabs können ein außergewöhnlich hohes Alter erreichen. Einzelne Bäume sollen unter günstigen Bedingungen bis zu 3.000 Jahre alt werden. Aufgrund ihrer Langlebigkeit, ihrer Wasserspeicherung und ihrer vielfältigen Nutzung wird der Baobab auch als „Baum des Lebens“ bezeichnet.

Traditionelle Nutzung des Baobabs

In der traditionellen afrikanischen Medizin werden zahlreiche Bestandteile des Affenbrotbaums verwendet. Dazu gehören Früchte, Fruchtpulver, Samen, Blätter, Blüten, Rinde und Wurzeln.

Traditionell werden diesen Pflanzenteilen unterschiedliche Wirkungen zugeschrieben. Früchte, Samen und Blätter kommen unter anderem im Zusammenhang mit Malaria, Pocken, Asthma, Fieber, Zahnschmerzen und Magen-Darm-Entzündungen zum Einsatz. Den Samen wird außerdem eine stärkende Wirkung auf Herz und Leber zugeschrieben.

Auch Blüten, Rinde und Wurzeln werden traditionell verwendet. So kommt beispielsweise eine aus Baobab-Blüten gewonnene Essenz in überlieferten Anwendungen bei Arthrose und Arthritis zum Einsatz.

Legenden und spirituelle Bedeutung

Um das ungewöhnliche Erscheinungsbild des Baobabs ranken sich zahlreiche Legenden. Eine Erzählung berichtet, die Götter hätten die Bäume aus Wut auf den Kopf gestellt, weshalb ihre Äste wie Wurzeln in den Himmel ragen.

Eine andere Legende erzählt, der Teufel habe den Affenbrotbaum verkehrt herum in die Erde gepflanzt.

Für viele Menschen in Madagaskar besitzen Baobabs eine besondere kulturelle und spirituelle Bedeutung. Sie werden teilweise als heilige Bäume verehrt und sind eng mit der Identität und den Überlieferungen der lokalen Bevölkerung verbunden.

In der Nähe der Allee befinden sich weitere bekannte Baobabs. Besonders berühmt ist der „Baobab Amoureux“. Dabei handelt es sich um zwei eng miteinander verwachsene Bäume, die als Symbol für ewige Liebe gelten.

Bedeutung für Madagaskar und die lokale Bevölkerung

Die Baobab-Allee besitzt nicht nur landschaftliche und kulturelle Bedeutung. Sie hat sich auch zu einem wichtigen touristischen Anziehungspunkt entwickelt und gilt als symbolisches Wahrzeichen Madagaskars.

Jedes Jahr besuchen zahlreiche Reisende die Region, um die außergewöhnliche Landschaft und die mächtigen Baobabs zu erleben. Der Tourismus schafft dadurch auch wirtschaftliche Möglichkeiten für die Bevölkerung vor Ort, beispielsweise durch Führungen, Transportangebote und weitere touristische Dienstleistungen. Auf diese Weise trägt die Baobab-Allee zu Arbeitsplätzen und Einkommen in der Region bei.

Die Baobab-Allee auf einer Madagaskar-Reise erleben

Die Baobab-Allee lässt sich besonders gut als Zwischenstopp auf dem Weg zu den Tsingys oder als Höhepunkt einer individuellen Rundreise durch den Westen Madagaskars einplanen.

African Dreamtravel kennt die geeigneten Besuchszeiten, Fotospots und Kombinationsmöglichkeiten rund um die Baobab-Allee und integriert den Besuch passend in individuelle Reiseverläufe.

Ein unvergessliches Naturerlebnis auf Madagaskar

Die Baobab-Allee ist eines der beeindruckendsten Naturwunder Madagaskars. Die einzigartige Formation uralter Affenbrotbäume, ihre außergewöhnliche Erscheinung, ihre kulturelle und spirituelle Bedeutung sowie die besondere Atmosphäre bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang machen sie zu einem der eindrucksvollsten Orte der Insel.

Besonders in Verbindung mit einer Reise zu den Tsingy de Bemaraha oder einer Rundreise entlang der Westküste bietet die Baobab-Allee die Gelegenheit, Landschaft, Natur und Kultur Madagaskars auf besondere Weise miteinander zu verbinden.

Jetzt die Madagaskar-Reise mit einem Besuch der Baobab-Allee planen: www.african-dreamtravel.de/madagaskar